13. April 2012

Grundeinkommen in Wismar

Ich freue mich sehr auf folgende Veranstaltung:

Dienstag 17.04.2012 um 18 Uhr, Hochschule Wismar, Hörsaal 321, Haus 1
-Eintritt frei-




Aus der Einladung:

"Was würdest du arbeiten, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre?"

Eine zentrale Frage, die sich jeder einzelne bei der Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen selbst beantworten muss.

Die Idee: jede Bürgerin/jeder Bürger erhält ein monatliches Grundeinkommen ausgezahlt, ganz gleich ob er erwerbstätig oder arbeitslos, arm oder reich ist. Die Höhe soll die Existenz sichern und darüber hinaus die Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ermöglichen. Bisherige Sozialleistungen (ALG, Harz IV, BAföG) werden dafür eingestellt.

Die Meinungen in Politik und Gesellschaft gehen weit auseinander. Was für die einen eine Utopie ist, ist für die anderen die einzig logische Konsequenz der Entwicklung unserer Gesellschaft und die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Doch lässt sich die Idee desbedingungslosen Grundeinkommens eindeutig keinem politischen Lager zuordnen. Überall findet man Für- und Gegenstimmen.

Gemeinsam wollen wir über Sinn und Unsinn, über Machbarkeit und Finanzierbarkeit sowie über Gefahren des bedingungslosen Grundeinkommens diskutieren.

Als Einstieg in das Thema wird der Dokumentationsfilm „Bedingungslos Glücklich? Freiheit und Grundeinkommen“ (3sat – 2011) gezeigt.

Zur anschließenden Diskussionsrunde begrüßen wir als Referenten:

Susanne Wiest: Petitionsstellerin 2009: „Der Deutsche Bundestag möge beschließen das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen“. In wenigen Tagen generierte Frau Wiest mit Ihrer Petition über 50.000 Unterschriften und bracht den Bundestagsserver damit zum Absturz.
Prof. Dr. Hans-Eggert Reimers: Professor für Allgemeine Volkswirtschaftslehre / Makroökonomie, Hochschule Wismar
Prof. Dr. Sabine Mönch-Kalina: Professorin für Sozialrecht, Hochschule Wismar

Kommentare:

  1. Das bedingungslose Grundeinkommen würde in der Tat alles ändern und entspannen, zumal es sogar, laut Götz Werner, dem Chef der DM Drogerie Märkte, auch die staatlichen Sozialausgaben entlasten würde. Die positiven Auswirkungen würde man in allen Bereichen spüren und auch der Arbeitsmarkt würde sich erheblich entspannen und vermutlich auch humaner und freundlicher werden. Ganz abgesehen davon, dass auch die dann gerngeleistete Arbeit, die sich dann wieder lohnt, eine Qualitäts-und Leistungssteigerung zurfolge hätte!!!

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  2. Nach 44 Jahre Arbeit bekomme ich 400 Euro Rente damit ist unmöglich eine Menschen würdige leben zu gestalten.

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  3. Ein BGE würde dann auch die jüngeren, die arbeiten, Geld verdienen, Familie gründen entlasten; denn dadurch dass gerade viele Alleinerziehende eine nur eine kleine Rente bekommen und dann auf Sozialhilfe angewiesen sind, belasten sie ihre KInder, die nun ihre Einkommensverhältnisse offenlegen müssen. Das BGE ermöglicht ein Leben in Würde, da man sich nicht mehr gegenseitig belasten muss. Das ist für mich die Freiheit, die unsere Gesellschaft braucht. Es wollen dann allerdings andere Mechanismen gefunden werden für Jugendliche ohne Ausbildung. Da brauchen wir eine gute Weichenstellung, die möglichst alle Jugendlichen erreicht.
    Ich wünsche sehr, dass sich aus dieser Idee nach und nach konkrete Projekte und Strukturen entwickeln, die sich in die Praxis umsetzen lassen und einfach nur so genial sind, dass jeder sagt: "Warum sind wir da nicht schon früher draufgekommen!"
    Viel Spaß und Erfolg!

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