23. Oktober 2011

Piraten, flüssige Demokratie und Grundeinkommen




Ende August habe ich Mitgliedsanträge an alle im Bundestag vetretene Parteien und an die Piratenpartei geschickt.
Schon am nächsten Tag kamen freundliche Willkommensgrüße aus der Piratenpartei via Twitter:
"Strike! Wir haben ein neues Mitglied: @susannewiest .......Bei #CDU #FDP #GRÜNE #SPD und #LINKE will sie auch Mitglied werden.
Willkommensgrüße auch im Blog:"

"Willkommen an Board Susanne. Ich freu mich, dass du Mitglied geworden bist. Und die Idee bei alle anderen Parteien, also denen des letzten Jahrhunderts :o) , auch Mitglied zu werden, ist klasse.
Ich hoffe, wir sehen uns zum Bundesparteitag der Piraten in Offenbach.
Beste Grüße
Simon
(von den Sozialpiraten)"

Die Piraten habe mich schnell und völlig unkompliziert und aufgenommen.

Bei den "Parteien des letzten Jahrhunderts" war das anders.
Es hat lange gedauert bis die ersten Reaktionen kamen:
FDP
CDU
SPD
Die Linke

Das Parteiengesetz, heißt es bei der Linken, schließe eine Doppelmitgliedschaft aus.
Das stimmt so nicht, denn sonst könnten die Piraten auch keine Doppelmitgliedschaften zulassen.
Doppelmitgliedschaft verbietet also lediglich die Satzung der Partei.
Die SPD schlägt mir ja auch vor die Satzung mit einer 2/3 Mehrheit der Delegierten auf einem Bundesparteitag zu verändern.
Die CDU hat sich nach der Mitteilung mein Antrag würde weitergeleitet nicht mehr gemeldet.
Und die Grünen haben gar nicht reagiert.

Was mache ich nun?



Ziele und Struktur der Piraten finde ich interessant:
Liquid Democracy, flüssige Demokratie finde ich eine gute Idee.
Die Arbeitsweise der Piraten finde ich bislang offen und transparent.
Das "Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe" steht im Parteiprogramm.

Ich habe beschlossen auf den Bundesparteitag nach Offenbach zu fahren um beurteilen zu können, ob der größere Arbeitsaufwand für Struktur und Form, den ich gerade zu bewältigen habe auch eine breitere Wirkung ermöglicht.
Ich will prüfen ob es für mich Sinn macht, den Kulturimpuls Grundeinkommen auch innerhalb der offen wirkenden Piratenpartei zu befördern.

Für den Bundesparteitag gibt es einen Antrag der das Grundeinkommen betrifft, ein weiterer Antragversuch ist gerade in Arbeit.
Mitarbeit erwünscht. Parteimitgliedschaft unwichtig.

Ich werde sehen wie es mir gefällt.

Ich merke mein Herz schlägt parteifrei.

Kurze Beschreibung des Aufwandes dieses Archiv Grundeinkommen zu betreiben


von Rosa Linke steht unter Creative Commons Lizenz.

Aus dem aktuellen archiv-grundeinkommen:
"22.10.2011:
Kurze Beschreibung des Aufwandes dieses Archiv Grundeinkommen zu betreiben.
(Hilfreich für Fortführer, Nachahmer, Bessermacher, Weiterentwickler und deren Helfer + Mitmacher)

Finanzen: ca. 50 Euro pro Jahr für Domain + Webspace
Personal: eine Person (ehrenamtlich ?), IT-affin, BGE-überzeugt, meinungsschwach bzw. -zurückhaltend
Zeitaufwand: täglich (incl. Wochenenden) 1 - 3 Stunden, bei ca. 5 - 15 kurzen Onlineverbindungen.
Der Hauptaufwand entsteht durch den Anspruch der Aktualität und der mittlerweile erfreulichen Fülle des täglichen Off/Online-BGE-Materials. Dieses ist zu suchen, zu lesen, zu bewerten, zu exzerpieren, zu kopieren, zu ordnen, evtl. zu verwerfen. Freundliche Mails und Hinweise sind zu beantworten, unfreundliche Mails zu löschen.
Das Archiv war für viele BGE-Aktive eine Rechercheerleichterung. Viele aktuelle Zuschriften bedauern die Einstellung sehr. (Danke für den Zuspruch!) Es wird sich bestimmt jemand oder eine Gruppe oder eine Initiative oder ein Netzwerk oder eine Einrichtung finden, die eine ähnliche Dienstleistung bereitstellen kann.
Die Domain "archiv-grundeinkommen.de" steht dafür allerdings nicht zur Verfügung. Gerne setze ich Links zu diesen neuen BGE-Sammlungen / -Archiven / -Portalen. (wr)"

Auszug aus einer mail, die ich an Wolfgang Roehrig geschickt habe:

"...Ohne Dein wunderbares Archiv ist das ganze Grundeinkommensarbeiten nur noch halb so schön.
Eigentlich ziemlich furchtbar weil es sich anfühlt als hätte jemand das Licht ausgeschaltet. Ich sehe die anderen nicht mehr. Wie war das schön mit dem aktuellen archiv ! Große Dankbarkeit empfinde ich für Deine Arbeit..."

So geht es mir. Ich tappe im Dunkeln.

Die Arbeit im archiv sind ca. 21 Wochenstunden. Das ist ein Arbeitsplatz würde ich sagen.
Mit dem Wachsen und der weitern Ausbreitung des Kulturimpulses Grundeinkommen, stösst die ehrenamtliche Tätigkeit an Grenzen.


von Rosa Linke steht unter Creative Commons Lizenz.


Wollen wir uns die Arbeit am Kulturimpuls Grundeinkommen gegenseitig finanzieren?
Bei ständig wachsendem Arbeitsaufwand ohne Bezahlung kann es eng werden.

Es wäre klasse könnten wir alle zusammen Wolfgang Roehrig ein Einkommen anbieten.
Oder, ganz frei, ein Einkommen für die Stelle eines Archivars.


von Rosa Linke steht unter Creative Commons Lizenz.

Ideen und Taten sind willkommen.

Alle Bilder habe ich hier gefunden

Mein Versuch meine Arbeit zu ermöglichen ist folgende Aktion: Arbeit sucht Einkommen

19. Oktober 2011

Das unverzichtbare Archiv Grundeinkommen

Seit ich mich so intensiv mit dem bedingungslosen Grundeinkommen beschäftige, ist das aktuelle.archiv-grundeinkommen für mich
die wichtigste Seite in Sachen Grundeinkommen.

Ich nutze das aktuelle archiv-grundeinkommen täglich.
Dank Wolfgang Roehrigs Arbeit bin ich informiert über alle Neuigkeiten, Ideen und Taten im Zusammenhang mit dem Kulturimpuls Grundeinkommen.
Für diese tägliche, unermüdliche Arbeit bin ich Wolfgang sehr dankbar.

So wie mir, geht es auch vielen, vielen anderen, die täglich das Archiv nutzen..

Gestern las ich nun:
"18.10.2011: Aus beruflichen Gründen muß die tägliche Aktualisierung dieses Angebotes bis auf weiteres leider eingestellt werden. (wr)"



Das ist natürlich verständlich und vollkommen zu respektieren, nimmt doch die Arbeit, im Zusammenhang mit dem sich ausbreitenden Kulturimpuls Grundeinkommen, ständig zu.
Doch fühle mich ohne das Archiv recht verloren muss ich sagen.

Wie geht es Euch?

Herzlich, Susanne

Ich empfehle auch die Nutzung der Materialsammlung im archiv -grundeinkommen

16. Oktober 2011

Echte Demokratie und Grundeinkommen...

.....gehören für mich untrennbar zusammen.
Wie das aussehen wird weiß ich nicht.
Das liegt in der Zukunft und hängt davon ab was wir tun, wann wir etwas tun und auch wie wir es tun.

Demokratiegestaltung in New York: Ich bin beeindruckt.



Mitmachen ist überall möglich:



Ich empfehle twitter um die Aktionen und Ereignisse mitzuverfolgen und mitzugestalten.

Es weht ein frischer demokratischer Wind.

Ziemlich daneben finde ich folgenden Textauszug im Zusammenhang mit dem 14. BIEN-Kongress 2012 in Ottobrunn formuliert vom Runden Tisch Grundeinkommen Deutschland:

"...Informationen und Diskussionen aus dem Kongress sollten auch dem/der
NormalbürgerIn
zugänglich gemacht werden...."

und auch folgender aktueller Textauszug verfasst vom Netzwerk Grundeinkommen gruselt mich:

"Gleichzeitig finden weltweit Protestkundgebungen für echte Demokratie, gerechte Verteilung und gegen die Macht der Finanzmärkte statt. Die TeilnehmerInnen des Symposiums begrüßen diese Proteste. Die globale soziale Ungleichheit und die Auslieferung des Sozialen an die Finanzmärkte werden weiterhin zu Krisen führen, wenn nicht die Fragen der Verteilung gelöst und die Forderungen nach echter Demokratie erfüllt werden.
Als ein notwendiger Bestandteil der Veränderungen wird das emanzipatorische bedingungslose Grundeinkommen angesehen."

So unterstützenswert die Inhalte sind, mich stört sehr die Form, der seltsame Funktionärston und die elitäre Haltung, die uns und mich als "NormalbürgerIn" bezeichnet.

Im Zusammenhang mit dem weltweiten Ringen um eine Neugestaltung der Demokratie, um echte Demokratie, fällt mir das unangenehm auf.
Kleinkram, Überempfindlichkeit meinerseits, oder mehr als nur ein Formfehler?

Was meint Ihr?

15. Oktober 2011

15.10.11 in Greifswald

Wie wollen wir zusammen leben? Echte Demokratie Jetzt !
Was für ein schöner Tag!

Wir Bürger sprechen miteinander auf dem Marktplatz unserer Stadt:
Über Demokratie, politische Ideen, Lösungsmöglichkeiten für die bestehenden Probleme, Sorgen und Wünsche.

Fühlt sich an wie echte Demokratie.

Ich wurde oft nach dem bedingungsloses Grundeinkommen gefragt: Was gibt es Neues? Wie geht es weiter? Ich mache mit".
Das Thema ist präsent.
Ich freue mich.







14. Oktober 2011

#15.10.11 und darüber hinaus


Ich habe länger nicht geschrieben. War erkältet, Computer defekt...und es ist so viel los um mich rum und überall.
Ich brauche gerade mehr Zeit als sonst zum Nachdenken, Verdauen, Konzentrieren....
"Ich gehe in alle Parteien" ist in Arbeit, Grundeinkommen und Wertbeständiges Geld ebenfalls. Die Aktivitäten gehen eher in konkrete Zusammenarbeit und Arbeitsschritte und nicht so sehr in die Darstellung dessen was passiert.
Einatmen ist dran... Ausatmen kommt auch wieder.



Occuppy everywhere.. ich bin morgen in Greifswald auf der Strasse und freue mich auf die Begegnungen, Ideen und Gespräche.
Ich fühle mich verbunden mit vielen Menschen in vielen Städten.
Bundestag, Regierung, Geldsystem...es entsteht der Eindruck dass vieles , bislang Festgeglaubtes gehörig wackelt und womöglich sogar ganz wegwackelt.

Kann und will ich da noch bedingungsloses Grundeinkommen in die Welt rufen?
Vielleicht erübrigt sich das Wort zusammen mit dem Staat in dem ich es bislang verwirklicht sehen wollte. Aber das was dahinter steht und worauf meine Liebe zu dieser Idee sich gründet, tritt immer klarer hervor:
Ein freies und eigenverantwortliches gesellschaftliches Zusammenleben, miteinander teilen, einander zuhören, uns gegenseitig achten...
Du und ich eben....
und als Währung, falls alles kracht, schlage ich fürs Erste,das schlichte Bitte und Danke vor.
Ich wünsche uns einen schönen Tag morgen, herzlich, Susanne