27. September 2011

"Frischer Wind für die Demokratie"


Am Rande des Kirchentags in Dresden, hat Christoph Quarch vom Wir Magazin mich um ein Gespräch gebeten.
Das ist nun erschienen: "Frischer Wind für die Demokratie"

Die Veranstaltungen im Rahmen der Woche des Grundeinkommens an denen ich teilgenommen habe, haben mich berührt.
Wie wollen wir zusammen leben?
Darüber haben wir gesprochen, in Bautzen, in Bonn, in Greifswald.
Verschiede Menschen, verschiedene Altersgruppen, verschiedene politische Ausrichtungen ..
Wir setzen uns zusammen und sprechen über die Gestaltung unseres Gemeinwesens.
Manchmal wird mehr "direkte Wirkung" von Gesprächsteilnehmern gewünscht oder DIE wirklich wirksame Aktion gesucht.
Eine leichte Ungeduld ist spürbar, angesichts der unermüdlichen Arbeit und der noch für zu gering empfundenen Resultate.

Für mich ist das gemeinsame, offene Gespräch über unserer Zusammenleben das atemberaubend Neue.
Ich erhalte Einblick in das Denken, Tun und Wollen der Gesprächsteilnehmer. Offenheit im politischen Raum.
Wir werden sichtbar.
Das empfinde ich als revolutionär.
Ich persönlich habe mich, angeregt durch den Kulturimpuls Grundeinkommen, von der bloßen Demokratieteilnehmerin in eine Demokratiemitgestalterin gewandelt.
Und alle die ich treffe sind das auch, Demokratiemitgestalter.
Ich freue mich.
Das ist wirklich frischer Wind!

Herzlich Susanne

18. September 2011

Arbeit trifft Einkommen



"Arbeit sucht Einkommen",
"Arbeit trifft Einkommen"
"Schenkeinkommen"
, ....

welcher Name passt am besten?

Diese Seite ist, was Inhalt, Name und Form betrifft, am Wachsen und am Gestaltannehmen.
Ich habe meine persönliche Einkommenssituation nun auf diese Seite gestellt.
Falls auch Ihr Arbeit tut, die ein Einkommen sucht, falls ihr ein Einkommen habt dass noch freie Arbeit ermöglichen kann, schaut Euch diese Seite an und macht mit, so es euch anspricht.

Herzliche Grüße, Susanne

PS:Ich freue mich sehr über das Wahlergebnis der Piraten in Berlin. Grandios!

17. September 2011

Woche des Grundeinkommens 2011




Vom 19.09.2011 -25.09.2011 findet die Woche des Grundeinkommens statt.
Kräfte bündeln, sich zeigen, andere sehen, zusammenarbeiten.







Ich bin am Montag in Bautzen:

Woche des Grundeinkommens 
in Bautzen
Bautzener Brauschänke, Schloßstraße 9
Montag, 19.09.2011, 19 Uhr
Was ist ein BGE - Einführung
Petitionsvorstellung mit Susanne Wiest und Verfahrensweise im Petitionsausschuss - Diskussion




..am Donnertag in Bonn:

Frauen und Grundeinkommen
Do, 22.9., 19.30 - 22 Uhr:
Studiogespräch mit Susanne Wiest, Tagesmutter aus Greifswald, Initiatorin der viel beachteten Petition für ein Bedingungsloses Grundeinkommen, parteifreie Direktkandidatin bei der Bundestagswahl 2009.
Ort: MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
Eintritt: Wertschätzungsbeitrag erwünscht
Veranstalter: Bonner Initiative Grundeinkommen






und am Samstag in Greifswald:

Samstag,24.09.11, 18.00Uhr ,Vorträge (Ly Dang, Steven Fothke, Susanne Wiest) und Diskussion in der Museumswerft Greifswald.









Vorschlag für die nächste Woche des Grundeinkommens:
Initiativen bewerben sich um die Ausrichtung der Woche des Grundeinkommens (Aufruf, Webseitengestaltung, möglicher Schwerpunkt, eigene Ideen...) und wir stimmen dann im Netz ab.
So weht jedes Jahr ein frischer, engagierter Wind. Was meint ihr dazu?
Herzlich, Susanne

16. September 2011

Herzenswarm



OE1 ORF.at zum Nachhören

"Über Gegenargumente, zu erwartende Hindernisse und Strategien der Umsetzung der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens traf Michael Kerbler den deutschen Unternehmer zu einer Diskussion der Ö1 Reihe "Zeitgenossen im Gespräch" im Rahmen der "GlobArt Academy 2011" im Kloster UND in Krems (Niederösterreich)."

Entwicklung, Inkarnation, Gesellschaft, Sinn der Arbeit, Schöpfung, Liebe,, Fliegen, Sog, Bedürfnisse entdecken, direkte Demokratie, Beteiligung der Betroffenen, Krise als "Spiegel unserer Unzulänglichkeit", "Vorsorgefetischismus", Casinokapitalisten, Hermann Hesse, Traumleben, "mit dem Staat auf Du und Du", Erneuerung

Ein weiter Bogen, echte, erfrischende Worte, ein bereicherndes Gespräch.
Herzlichen Dank!

Hier ein Video des Gesprächs

8. September 2011

Grundeinkommen und Neues Geld


Eva-Maria Hubert, Margrit Kennedy, Susanne Wiest, Adrienne Goehler, Stephanie Ehrenschwendner
Fotorecht: Sven Nieder

Margrit Kennedy hat zu einem Arbeitstreffen "Grundeinkommen und neues Geld " eingeladen":

" Den Zusammenhang zwischen diesen beiden Themen sehen wir seit längerer Zeit, aber noch entwickeln wir die Argumente für das eine und das andere Thema getrennt. Dabei könnten sehr wahrscheinlich beide davon profitieren, wenn sie im inhaltlichen und zeitlichen Zusammenhang betrachtet und miteinander verknüpft werden. Wären sie damit auch besser umzusetzen?
Diesen Fragestellungen wollen wir nachgehen. "

Ich begrüße es sehr die Themenfelder Grundeinkommen und Neues Geld auch zusammen zu betrachten, da mir schon vor längerer Zeit der Gedanke gekommen ist, dass in unserem Geldsystem etwas derart schief läuft, dass auch ein bedingungsloses Grundeinkommen nur dann Bestand haben wird, wenn wir über eine Neugestaltung unseres Geldsystems nachdenken.
Das Schöne am Grundeinkommnen ist, dass es Raum für solche und andere Überlegungen schaffen kann.



Es war ein wunderschönes, gemeinsames, sommerwarmes Augustwochenende in Steyerberg.
Herzlichen Dank, Margrit für Deine Idee, Initiative und Einladung.



Wir haben 3 Tage gearbeitet, einander zugehört, ich persönlich habe Neues aus dem Themenfeld Geld und Zins gelernt und wir haben unsere Gedanken in folgendes Manifest fließen lassen:

MANIFEST "GRUNDEINKOMMEN UND WERTBESTÄNDIGES GELD"

Einladung zur öffentlichen Diskussion

Wie wollen wir leben und arbeiten? Wie wollen wir unser gesellschaftliches, kulturelles und wirtschaftliches Zusammenleben, jenseits von permanentem Wachstumszwang und jenseits von sozialer Ausgrenzung gestalten? Die Zusammenführung von Grundeinkommen und wertbeständigem Geld eröffnet uns neue Perspektiven. Beide Visionen greifen ineinander und stärken sich gegenseitig – sie eröffnen uns einen möglichen Weg in eine lebenswerte Zukunft.


Freiheit – Gleichheit – Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen könnte die wichtigste Errungenschaft des 21. Jahrhunderts werden. Es ist ein Einkommen, das wir bedingungslos jedem Mitglied unserer Gesellschaft gewähren. Das Grundeinkommen entwickelt den Menschheitstraum von der freien Entfaltung aller weiter, denn es

-sichert die Existenz und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe
-stellt einen individuellen Rechtsanspruch dar
-wird ohne Bedürftigkeitsprüfung ausgezahlt
-bedeutet keinen Zwang zur Arbeit.


Freiheit – Gleichheit – Wertbeständiges Geld

Stabiles, zinsfreies Geld stellt die menschlichen Bedürfnisse und das soziale Miteinander wieder in den Mittelpunkt. Es beendet die ständige Umverteilung des Geldes von der großen Mehrheit der Menschen (ca. 90%), die für ihr Geld arbeiten, zu einer kleiner Minderheit (ca. 10%), die ihr Geld für sich arbeiten lassen. Geld jedoch arbeitet nicht. Das tun nur Menschen oder Maschinen. Wertbeständiges Geld

-dient den Menschen statt die Welt zu regieren
-befreit die Realwirtschaft aus den Zwängen der Finanzwirtschaft
-stärkt die Position von Selbständigen, Freiberuflern und von kleinen und mittleren Unternehmen
-unterstützt die Verwirklichung von ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Projekten


Grundeinkommen und wertbeständiges Geld

Um das Zusammenspiel von Grundeinkommen und wertbeständiges Geld zu erproben, wünschen wir die breite öffentliche Diskussion, praktische Feldversuche und eine begleitende Forschung.
Als konkrete Maßnahme möchten wir das Pilotprojekt „Grundeinkommen und wertbeständiges Geld“ ins Leben rufen: Die Auszahlung eines bedingungslosen Grundeinkommens in stabiler Komplementärwährung.
Wir laden zum Mitdenken und Mitrealisieren herzlich ein.


Steyerberg, 22.8.2011
Adrienne Goehler, Dr. Eva-Maria Hubert, Prof. Dr. Margrit Kennedy, Susanne Wiest, Stephanie Ehrenschwendner (Redaktion)


Ich freue mich auf Eure Ideen, Fähigkeiten, Mitarbeit,.....

Ganz konkret und jetzt fehlt ein freundlicher Mensch, der eine Webseite und Arbeitsplattform für das Thema schaffen und betreuen möchte.

Liebe Grüße, Susanne

Neues Denken , neue Haltung

Dieses Interview hat Ulrich Riebe am Rande einer schönen Grundeinkommensveranstaltung in Nürnberg mit Enno und mir geführt

Es hält nicht mehr - neues Denken, neue Haltung from Echte Demokratie Jetzt! on Vimeo.

5. September 2011

1,0 für Steven Fothke

232 Stimmen für Steven Fothke.
Das sind 1,0% der der Stimmen aus Greifswald.
Ich freue mich über das Ergebnis. Das sind 232 Bürgerinnen und Bürger die sich klar für das Thema Grundeinkommen ausgesprochen haben.
Vielleicht wird es Zeit für einen regelmäßigen Grundeinkommensabend in Greifswald?
Alle 3 Monate etwa?
Zusammen überlegen, uns austauschen und weitere konkrete Taten planen.
Was meint Ihr?
Gestern haben wir Stevens Wahlbewerbung in der Kulturbar ausklingen lassen.
Ein schöner Abend.




Ich war froh Grundeinkommen wählen zu können.
Herzlichen Dank Steven!

Mich befremdet die sehr geringe Wahlbeteiligung von 51,4 %. Viele machen nicht mehr mit. Alle Ergebnisse in Prozent sind eigentlich zu halbieren, wenn ich berücksichtige, dass nur die Hälfte der Wahlberechtigten noch wählen wollte.
Die SPD kann zwar einen prozentualen "Stimmenzuwachs" von 5,5% melden, aufgrund der sehr niedrigen Wahlbeteiligung hat die SPD aber real 7567 Stimmen gegenüber 2006 verloren. Der Rückhalt der künftigen Regierung in der Bevölkerung ist recht gering.

Ich empfinde das bedingungslose Grundeinkommen als einen demokratiestärkenden Impuls, da mit einen Grundeinkommen in wirklich ausreichender Höhe, jede und jeder in der Gemeinschaft einen sicheren finanziellen Raum hat.
In meinen Augen eine Möglichkeit unsere Demokratie wieder zu beleben.

Meine Quelle für die Ergebnisse: (wie immer) das aktuelle archiv-grundeinkommen

1. September 2011

Bei der Weltbank fürs Grundeinkommen stimmen

Hier klicken

Liebe Grüße, Susanne

Grüne Denkfabrik /15.10.11



Den Titel "Grüne Denkfabrik"finde ich nicht gelungen, da ich Denken nicht im Zusammenhang mit Fabrik sehen kann.

Die Idee sich zum Denken zu treffen gefällt mir hingegen sehr gut.

Auf meine Aktion "Ich gehe in alle Parteien" haben bislang zwei geantwortet (Bericht folgt demnächst, wenn noch mehr Antworten eingetroffen sind ).
Da die "Grüne Denkfabrik" allen Bürgern offensteht und es voraussichtlich einen Workshop zum Thema Grundeinkommen geben wird, habe ich meine Söhne und mich soeben angemeldet um an unserer Demokratie gestaltend mitzuwirken.
Welche Workshops stattfinden entscheidet u.a. ein Abstimmungsverfahren.

Hier Ort und Programm der Veranstaltung

Ein neuer, klarer Besteuerungsvorschlag



Ein schon älteres, sehr lesenswertes Interview auf das ich heute aufmerksam gemacht wurde. Vielen Dank!

"Weniger bringt mehr"

"Seit 20 Jahren wirbt der amerikanische Ökonom Edgar Feige für ein Steuerkonzept, das diejenigen zur Kasse bittet, die Geld bewegen.
Das wäre billiger für die Arbeitnehmer, einfacher für den Staat - und ein Albtraum für die Wall Street."

Quelle: brand eins 01/2009 - SCHWERPUNKT: Wirtschaft neu


Auszüge:

"Geldgeschäfte machen heute 85 Prozent aller weltweiten Transaktionen aus. Durch den technischen Fortschritt sind die Kosten für diese Transaktionen stark gesunken. Hinzu kommt, dass diese Geschäfte streng genommen nicht einmal besteuert werden. Das ist einer der Hauptgründe für ihr rasantes globales Wachstum, aber die Konsequenzen werden uns erst jetzt klar. Deswegen lautet mein Grundgedanke: Alle diese Transaktionen sind zu besteuern, egal, ob ich einen Scheck von meiner Tante einreiche oder Banken untereinander mit Devisen handeln."..........

"Noch einmal: Wie soll das praktisch funktionieren, wenn Sie jede Geldtransaktion besteuern wollen?

Indem wir bereits bestehende IT-Systeme nutzen und die Steuerzahlung automatisieren und elektronisch abwickeln. Banken und andere Finanzdienstleister müssen bereits heute jede Kontenbewegung detailliert aufzeichnen. Diesen bestehenden Zahlungssystemen, die international funktionieren, verpasst man ein Programm, das bei jeder Transaktion die entsprechende Steuer automatisch abzieht und auf ein Treuhandkonto überträgt, das jedem einzelnen Kundenkonto fest zugeordnet ist. Diese Zwischenstufe dient dem Datenschutz, denn nur von diesem Konto fließt die Steuer dann direkt an den Staat, ohne dass die Regierung Einblick in jede einzelne Transaktion hat. Das Ganze hat noch einen weiteren Vorteil: Die Regierung erhält ihre Steuereinnahmen jeden Tag und nicht wie etwa in den USA vierteljährlich. Zudem kann man die wichtigen Indikatoren beinahe in Echtzeit verfolgen - eine zeitgemäße Buchhaltung, wie sie sich für das 21. Jahrhundert gehört, die sich große Firmen bereits heute leisten.".......
"In meinem System sollte die Regierung nur die Spielregeln festlegen - also den rechtlichen, den monetären und den Sicherheits-Rahmen gewährleisten. Der Staat ist dabei nichts anderes als ein Supermakler, der die Geschäfte zwischen allen Parteien erleichtert. Ein solcher Makler kassiert für seine Arbeit eine Provision. Genau das ist meine Automated Payment Transaction Tax, kurz APT Tax. Sie ist eine Nutzungsgebühr, die alle Teilnehmer an den Staat und damit an unsere Gesellschaft zu entrichten haben. Sie ist sicher und verlässlich - und mit ihr wären alle anderen Steuern hinfällig."

Ein sehr lesenswertes Interview und der erste interessante und einfache Besteuerungsvorschlag den ich neben der Konsumbesteuerung/Ausgabenbesteuerung sehen kann.

Habt Ihr davon schon gehört? Was meint ihr dazu?

Herzlich, Susanne