Wir waren zusammen in unserem kleinen, Kindergarten,
sind gemeinsam zur Mole in Greifswald spaziert
und haben dann ein Gespräch aufgezeichnet.
Im Gespräch wurde mir klar, dass viele Entwicklungen in unserem Land nicht geschehen , weil dann Arbeiten tatsächlich erledigt wären. Der Arbeitende macht sich, wenn er seine Arbeit wirklich tut, manchmal letztendlich überflüssig. Der Kranke ist gesund, der Sozialfall integriert, der Arbeiter selbstständig, womöglich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen und ohne weiteren, ehrenwerten Lohnkampf der Gewerkschaften....
Mit einem Grundeinkommen könnte sich jede und jeder , wenn die Arbeit getan ist, leichter und entspannter einer neuen, wirklichen Aufgabe zuwenden, anstatt ängstlich darauf zu achten nicht überflüssig, nicht arbeitslos,und damit nicht einkommenslos, zu werden.
Im April/ Mai wird dann das Feature gesendet werden.
Ich bedanke mich für den schönen gemeinsamen Tag und einen Journalismus mit Raum, Zeit, Interesse und Wärme.
Da ist ne Menge dran, weis ich aus eigener Erfahrung.
AntwortenLöschenIch automatisiere als freier Informatiker oft meine eigenen Tätigkeiten. Wenn man das anspricht erntet man natürlich ein Stirnrunzeln.
AntwortenLöschenJa: Ich bin gerade wieder an einem Projekt, bei dem ich mich freue, wenn ich im Sommer dort nicht mehr gebraucht werde, wenn ich mich dann durch meine Tätigkeit erfolgreich arbeitslos gemacht habe. :-)
Dann freue ich mich wieder auf neue Herausforderungen.
Danke Susanne für Deine immer wieder inspirierenden Gedanken!
Gruß,
+manuel-
Die Frage beim Grundeinkommen ist nicht, ob die Leute dann noch arbeiten würden, sondern vielmehr, was sie denn arbeiten sollen! Wenn man das Rationalisierungspotential völlig ausschöpft, fallen enorm viele heutige Erwerbsarbeitsplätze weg; erleichtert man die Bürokratie, gehen nochmals tausende Stellen verloren. Was, um Himmels willen, sollen die Leute denn tun - selbst wenn sie Geld hinzuverdienen wollen? Wir fahren offenbar mit angezogener Handbremse auf einen Abhang zu...
AntwortenLöschenDie Sinnfindung in Bezug auf die eigene Tätigkeit kann das Grundeinkommen Dir nicht abnehmen -mich interessiert es nicht ,was ich "arbeiten soll",sondern was getan werden kann.
AntwortenLöschenUm Himmels willen, was sollen die Leute denn tun ?....
AntwortenLöschenSind wir schon so weit gekommen, dass wir das nicht mehr sehen?
Es gibt so vieles was zur Zeit nur sehr eingeschränkt getan werden kann, weil wir niemanden danach fragen, was er denn wirklich tun möchte! Und dabei denke ich nicht daran, was er für sich tun kann, sondern für andere. Und wer die Anderen sind, dürfen doch diese Leute (mich eingeschlossen) selber entscheiden. Sie entscheiden, für wen und mit wem sie etwas für andere tun möchten.
Müßen wir dazu jemanden zwingen?
Na ja und wenn uns die Arbeit ausgeht, dann bedeutet dies ja, das wir alle versorgt wären. Das kann ich garnicht Denken, dass uns nichts mehr einfällt zu dem, was der andere braucht, was wir Ihm Gutes tun können...
Grüße von Wolfgang
Das schöne an unserer Welt ist, dass sie rund ist, und man deshalb immer weiter laufen kann, ohne jemals wirklich am Ende zu sein, aber trotzdem immer wieder an dem Horizont und Ziel ankommt, welches man sich vor einiger Zeit gesteckt hat, wie an einem Meilenstein am Wegesrand.
AntwortenLöschenWenn alle Kranken dieser Welt gesundet sind, alle Kinder erzogen, alle Artikel geschrieben, alle Matheaufgaben gelehrt und alle Sträflinge gefangen, dann könnte man sich eventuell als Menschen mit Berufen und Berufungen überflüssig fühlen. Aber dann merkt man, dass, sobald die einen Unkräuter ausgejäätet sind an der anderen Ecke die nächsten wachsen und man die Gärtnerhandschuhe vielleicht einige Zeit weg legen kann, aber andereseits könnte man sie auch grad anbehalten und weiter machen, und die Ernte naht auch schon wieder. Denn wir sind nie überflüssig und die Aufgaben gehen so wenig zuende wie die Horizonte einer runden Welt jemals das Ende bedeuten, wenn man auf sie zu läuft. Dahinter kommt immer mehr!! Also los, lasst uns mal versuchen "die ganze Arbeit" zu tun, und dann schauen, wohin das führt, anstatt Angst zu haben, dass wir überflüssig würden, weil uns die Arbeit ausgeht und uns dadurch garnicht auf unsere Horizonte zu zubewegen. Ich sage, keine Angst, solange die Welt rund ist!!
Katharina, die Erde ist kein Ball, es gibt Berge und Täler, Große und Kleine, von denen Manche nicht zu über- und zu durchqueren sind. Und das spiegelt sich überall wider, nicht bloß punkto "Einkommen für alle unabhängig von Berufstätig, Beschäftigung, Alter Familienstand und ethnischer Abstamung": Jeder erfüllt eben seinen Zweck für den er geschaffen wurde, tut seine "Arbeit" und träumt nebenher von einem (vermeintlich besseren, statt guten, weil erfüllten) Leben. Das sind die Religiösen unserer Zeit: Der eine Jagd Verbrecher wie ein Totschläger seine Opfer, ist dabei nur ein "legaler Verbrecher". Ein Anderer rechnet sich dumm und dusselig. Und ein Anderer erzieht Kinder, statt sie zu lieben, wie Gott und sich selbst und das Gute zu lehren und zu tun. Wer ist denn da noch belehrbar, wer hört denn da noch zu, wem ist das Leben da noch ernst, statt von ihm zu träumen? Das Gute zu tun, heißt doch, es für andere aber in erster Linie für sich zu tun, denn wer nicht weiß was gut (für ihn selbst) ist, der tut nichts Gutes.
AntwortenLöschenAnonym schrieb doch tatsächlich: "Die Frage beim Grundeinkommen ist nicht, ob die Leute dann noch arbeiten würden, sondern vielmehr, was sie denn arbeiten sollen!"
Wenn Sie keine Augen und keine Ohren haben, dann werden sie nie wissen was sie tun können, ganz zu schweigen von mangelndem Verstand, was dabei erst recht nicht hilfreich ist. Informationen sind das halbe Leben. Wer nicht weiß warum er lebt, der weiß auch nicht was er tun sollte und tut es nicht. Musik muss man hören, bilder muss man ansehen, Bücher muss man lesen, bei Schauspielen muss man hinsehen und hinhören. Ist das keine Arbeit oder muss man erst schwitzen, krumm und schiefe Knochen haben, wie so mancher Hochleistungssportler? In der Wissenschaft wird Arbeit verrichtet: W = F*s. (kennen Sie das nicht noch aus der Schule?) Das braucht man nicht einmal zu begreifen, sondern nur zu sehen. Wird ein Auto angetrieben mit einer Antriebskraft 'F' legt es einen Weg 's' zurück, sodass eine Arbeit ( in dem Falle Bewegung) verrichtet wird. Der Mensch ist kein Arbeiter, er befielt seinen Ohren, dass sie hören, seinen Augen dass sie sehen, seiner Nase dass sie riecht und seinen Füßen dass sie ihn tragen, etc. etc.! Muss man Ihnen denn alles erklären?
Das Wort Beruf ist verwandt mit der Berufung. Und das bedeutet für mich, das arbeiten zu können, was meinen Fähigkeiten entspricht, um (auch) einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Aber auch, um mir selber treu bleiben zu können. Die Philosophie der Arbeit ist doch eigentlich, etwas zu tun, was man KANN.Jetzt sitzen tausende Menschen zuhause, weil sie auf dem Arbeitsmarkt nicht gebraucht werden und andere arbeiten in Jobs, die ihnen garnicht liegen, und der Rest ist total überarbeitet und überfordert, weil er Arbeit für drei machen muss. Und das allerschlimmste ist, dass kein Mensch mehr für sich arbeitet, da er ja von seiner Arbeit nicht wirklich gutleben kann oder nur schwerlich. D.H. jemand der an die 3000 Euro brutto verdient, hat knapp 1800 Euro zum Leben raus, also arbeitet er nicht für sich, sondern für (????) So kanns nicht weitergehen. Ich bin für das BGE, weil ich einfach denke, dass es nicht um die Frage geht, wer dann noch arbeiten geht. Arbeit findet sich immer und überall und viele Gestaltungsmöglichkeiten gibts dann für eine neue Arbeitswelt. Selbst der abgedrehte Punk von nebenan fährt dann vllt. mit dem Rasenmäher über Oma Schröders Wiese. Das ist Arbeit, die jetzt noch unter ehrenamtlich zählt. Der Begriff Arbeit wird neu definiert werden. Die Frage, um die es hier meiner Meinung nach geht ist eher, wieviele Menschen, die in diesem System sehr gut leben, gegenwirken werden, weil sie Macht und Status verlieren werden. Das ist eher der Knackpunkt, denke ich.
AntwortenLöschenIch möchte endlich anfangen mit dem Grundeinkommen.
AntwortenLöschenIch möchte nicht mehr warten und nur reden, sondern das Grundeinkommen beim Tun erfahren.
Wer will das auch?
Ich
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